Oftmals werden Enduro und Motocross verwechselt, auch weil die Motorräder ähnlich aussehen. Beim Motocross wird ausschließlich im Gelände gefahren, oftmals auf eigens dafür präparierten Kursen. Außerdem müssen die Maschinen nicht für die Straße zugelassen sein.

Das wichtigste Ereignis ist die FIM Motocross World Championship, die auf verschiedenen Kursen ausgetragen wird, die meisten davon in Europa. Es gibt aber auch Rennen in Asien, Amerika und Australien. In drei Klassen wird gefahren: Dem MXGP für Maschinen bis 450 Kubikzentimeter Hubraum, dem MX2 bis 250 Kubikzentimeter und dem Frauen-GP. In den USA wird noch zusätzlich eine Meisterschaft der Amerikanischen Motorrad-Vereinigung AMA ausgetragen, die zwölf Rennen umfasst.

Ein Rennen dauert 30 Minuten

Beim Motocross werden an einem Tag zwei Rennen gefahren, die 30 Minuten plus zwei weitere Runden dauern, und das in allen Klassen. Gestartet wird gemeinsam von einer Startlinie aus. Meistens gibt es bereits nach einer kurzen Gerade die ersten Kurven, in denen es immer wieder zu kleinen Zusammenstößen kommt. Eine Motocross-Strecke kann frei gestaltet werden, allerdings gibt es auf den meisten Strecken viele Kurven und vor allem auch Hügel. Bei diesen kommt es zu spektakulären Sprüngen, die eine große Herausforderung für die Fahrer sind, beim Publikum aber besonders gut ankommen.

Beim Motocross muss man zum einen die Maschine beherrschen können, zum anderen das Gleichgewicht halten können. Denn anders als bei Enduro-Wettbewerben ist die Geschwindigkeit etwas geringer und man muss bei den langsamen Passagen in engen Kurven Acht geben, dass man nicht umfällt.

Die Länge eine Strecke kann ebenfalls variieren, was es vor allem Amateuren ermöglicht, auf kleinen Vereinsstrecken zu fahren. Oftmals werden stillgelegte Steinbrüche und Kiesgruben zu Motocross-Strecken umgebaut. Es gibt aber auch Veranstaltungen, bei denen eine Motocross-Strecke in einer Halle oder auf einem Feld nur für ein- oder zwei Tage aufgebaut wird. Solche Events sind in den USA sehr populär, man findet sie aber zunehmend auch in Europa und neuerdings auch in Asien.