Wer gerne mal mit seiner Enduro-Maschine ein Rennen fahren will, sollte das nicht mit Freunden im Wald nebenan machen. Denn auch wenn die Motorräder eine Straßenzulassung haben, bedeutet das nicht, dass die Straßenverkehrsordnung außer Kraft gesetzt ist. Deswegen sollte man nur auf ausgewiesenen Strecken oder bei Veranstaltungen fahren.

Viele Enduro-Fahrer sind in Vereinen organisiert, die eigene Strecken betreiben und Rennen organisieren. Hier kann man sich als Freizeitfahrer anmelden und dann, meistens gegen ein kleines Entgelt, die Strecke benutzen. Manche Vereine bieten am Wochenende freies Fahren für alle Interessierten an. Die Enduro-Strecken sind oftmals Motocross-Kurse, die mit einigen Asphaltmetern verlängert werden und so beiden Sportarten zur Verfügung stehen.

Enduro-Cup vom ADAC

Der ADAC bietet einen Enduro-Cup an, der als Breitensport jeden offen steht, der gerne mal mitfahren will. Die Strecken variieren, von Kiesgruben über ehemalige Großbaustellen bis hin zu eigens gepachtetem Gelände mit Wald und kleinen Dünen. Die lokale Organisation liegt in den Händen der jeweiligen Ortsvereine. Den Stollenrittern sollen die Rennen vor allem Spaß machen, zugelassen sind alle Serienmaschinen und zwar unabhängig vom Hubraum. Allerdings wird das Fahrerfeld dann in verschiedene Klassen unterteilt. Auch das Alter spielt eine Rolle: Kinder können schon ab sechs Jahren mitmachen, dann aber nur Maschinen bis fünfzig Kubikzentimeter Hubraum fahren.

Bei jeden Rennen können die Fahrer in ihrer Klasse Punkte erreichen, die dann am Ende der Saison zusammengezählt werden. Dadurch wird dann der Enduro-Cup-Gewinner ermittelt. Es gibt übrigens eine eigene Mannschaftswertung, an der in der Regel Vereine teilnehmen. Man kann aber auch mit ein paar Freunden sein eigenes Team bilden und dann mitmachen.

An den Rennen darf man teilnehmen, wenn man eine gültige Fahrerlaubnis hat, die für das jeweilige Motorrad gilt. Ausnahmen gibt es für Jugendliche und Kinder, die auf besonderen Strecken fahren und nicht im öffentlichen Raum. Bei Cross-Country-Rennen kann man ohne Führerschein an den Start gehen.